Die Küche Aragoniens - Ein absoluter Geheimtipp

In Spanien sind die landwirtschaftlichen Produkte Aragoniens eine Legende. Produkte aus dieser Provinz bedeuten hochwertigste Qualität, und so wundert es nicht, wenn in Spaniens Spitzengastronomie überwiegend mit diesen Produkten gekocht wird.

Aragonien – Produkte allerbester Qualität

Berühmt sind aragonischen Früchte, besonders die Hülsenfrüchte und das Gemüse, doch vor allem sind die Gemüseartischocken und Lauch hervorzuheben. Vom Tiefland des Ebro aus wird ganz Spanien mit Bohnen, Spargel und den besonderen Zwiebeln aus Fuentes beliefert. Eine absolute kulinarische Sensation sind die Olivenöle aus „Bajo Aragón“. Zur Erntezeit werden die Obstanbaugebiete regelrecht mit ökologisch angebauten Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pfirsichen und Pflaumen überschwemmt – alle tragen das Herkunftszertifikat „Calanda“. Danach sollte jeder Spanien-Urlauber bei seinem Einkauf suchen.

Die Traditionsküche

Der Obst und Gemüseanbau hat in Aragonien eine lange Tradition. Alle Nationen, die diese Region einmal beherrschten, haben der Landwirtschaft eine hohe Bedeutung beigemessen. Und damit natürlich auch der traditionellen Küche ihren Stempel aufgedrückt. Eintöpfe in allen Variation, von Ort zu Ort auf unterschiedliche Art zubereitet, sind das Nationalgericht der Aragonier. Man legt großen Wert darauf, unverfälscht, mit frischen Produkten der entsprechenden Jahreszeit gemäß, zu kochen. Selbst die so genannte „Nouvelle Cuisine“ orientiert sich an diesen Traditionen.


„Sidra“ - Apfelwein vom Feinsten

Im landwirtschaftlich geprägten Asturien findet der Tourist eine Vielzahl von „Merenderos“, diesen wunderbaren Ausflugslokalen mit deftiger Küche und jeder Menge „Sidra“, diesem asturischen Apfelwein, den man hier trinkt wie in Deutschland das Bier. Urlauber sollten immer nach Schildern Ausschau halten, auf den „llagare“ steht, das sind die uralten Apfelweinkeller, die hier die Rolle der traditionellen Weinkeller in anderen Regionen eingenommen haben.


Hauptstadt des guten Essens: Gijón

Gijón ist die kulinarische Hauptstadt Asturiens. Hier wird Kochkunst auf allerhöchstem Niveau zelebriert. Und einmalig in Spanien, vielleicht in ganz Europa ist die Tatsache, dass die meisten Restaurants über ein städtisches Qualitätszertifikat verfügen, einschließlich einem streng kontrollierten Qualitätsmanagement im Service. Das interessante ist jedoch auch die Vorgabe, dass Gerichte in allen Preisklassen angeboten werden müssen. Jeder Gast soll, seinen Vermögensverhältnissen angepasst, in einem Restaurant essen können.


Empfehlungen für den Gaumen

Hier einige Gerichte, die man bei einem Besuch in Asturien unbedingt verkosten sollte: „Cordero a la pastora“ (Lamm auf Schäferin Art), „Espalda de ternasco rellena“ (gefüllter Lammrücken). Und natürlich die Eintöpfe: „Recao de binefar“ (Bunter Eintopf) und den berühmtesten, den „Chilindrón“, ein Hühnerschmortopf der Extraklasse. Deshalb hier das Original-Rezept zum Nachkochen:

„Chilindrón“

Zutaten für 4 Personen: 1 großes Huhn, 200 g Serrano-Schinken, 1 kg gehäutete reife Tomaten, 1 große Zwiebel, 2 große oder 4 kleine fleischige grüne Paprika, 2 Knoblauchzehen, 2 dl Olivenöl, 1 kleines Glas Weißwein oder Sherry aus Jerez, Pfeffer und Salz.

Zubereitung
Huhn in Stücke schneiden, die Haut entfernen, damit das Gericht nicht allzu fettig wird, und zusammen mit dem gehackten Serrano-Schinken in einem großen Topf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch hacken, Tomaten und Paprika in Stücke schneiden und alles zusammen in einer separaten Pfanne anbraten. Etwa fünf Minuten mit dem Schaumlöffel umrühren. Anschließend in den Topf mit dem angebratenen Huhn und Serrano-Schinken geben. Auf kleiner Flamme ungefähr eine halbe Stunde, je nach der Größe der Hühnerstücke, garen lassen. Ab und zu umrühren. Nach 20 Minuten mit dem gewählten Wein ablöschen. Als Beilage eigenen sich hervorragend Kartoffeln oder Reis. Und genau das ist das Besondere der Eintöpfe: Es wird nicht alles zusammen gekocht, jede Zutat soll ihren Eigengeschmack behalten.


Leckere Mitbringsel

Als hochwertige kulinarische Souvenirs bieten sich an: „Aceite de Oliva del Bajo Aragón“ (Olivenöl aus Bajo Aragón), „Jamón de Teruel“ (Schinken aus Teruel), „Lomo embuchado de Aragón“ (Wurst aus Aragonien) und natürlich der Apfelwein „Sidra“.

Zusammenfassend kann man die Empfehlung geben, einfach durch die Region fahren und sich in irgendeinem Lokal überraschen lassen. Vergessen sollte man jedoch auf keinen Fall ein Wörterbuch, denn es gibt auch Gerichte aus Innereien, die mehr als gewöhnungsbedürftig sind. Oder für den deutschen Gaumen die unbekannten gefüllten Kuheuter.


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