Menorca – Taulas und Mystik im Biosphären-Reservat

Menorca ist anders. Menorca ist nicht die Baleareninsel, die man sich vorstellt. Sie ist ein Unikat der ganz besonderen Art. Und dies liegt vor allem an den Menschen, mit ihrem unerschütterlichen Willen mit der Natur in Einklang zu leben. Dies beeindruckte die Unesco so stark, dass man die ganze Insel nicht nur zum Biosphären-Reservat ernannte, sondern zu einem weltweiten Modell für ein ideales Zusammenleben von Mensch und Natur machte.

Ja, die Bewohner Menorcas, sie sind so wie ihre Insel: einfach anders. Man ist eben mit der Natur verbunden, eher zurückhaltend und still, rennt nicht so hinter dem Geld her wie die Bewohner der anderen Baleareninseln und bringt den etwa 30 verschiedenen historischen Kultstätten, den „Taulas“, noch immer eine tiefe Ehrfurcht entgegen.

Die „Taulas“, noch immer eines der größten Rätsel in ganz Spanien, sind zweiteilige Steinmonumente in der Form eines großen T. Wo kommen sie her, welche Bedeutung hatten sie, waren es Teile von Tempeln oder Altäre, auf denen Opfer dargebracht wurden? Diese Megalithen zeigen eine überraschende Ähnlichkeit mit Stonehenge. Warum? Auch dies ist noch ein Rätsel.


Torralba d'en Salort

Die mit am besten erhaltene „Taula“ kann man in „Torralba d'en Salort“ besuchen. Auf einem riesigen Monolithen liegt waagerecht ein gewaltiger Stein so sicher, dass er in 3000 Jahren alle Erdbeben überstanden hat. Wie tief muss er wohl im Erdreich verankert sein, um so stabil zu sein? „Torralba d’en Salort“, ein Ort der unglaublichen Düfte nach wilden Kräutern, mit einer Vielzahl von Schmetterlingsarten. Sich hier auf einen der warmen Steine setzen und die Augen schließen – das ist eine völlig neue Erfahrung von unverfälschter Natur. Wer kennt schon den Duft des „Strahligen Schweinssalats“ oder der „Pyramidal-Ragwurz“ und des „Weichhaarigen Schwefelkörbchens“? Und hinzu kommen noch um die 100 Orchideenarten – ohne Pflanzenbeschreibung kommt man hier nicht weiter. Deshalb der Tipp: Wer auf Menorca seinen Urlaub verbringen möchte, sollte nicht nur seine Badehose mitnehmen, sondern auch einen Pflanzenführer.


Naveta d'es Tudons

Wer als Urlauber auf die Suche nach den Kultstätten Menorcas geht, kommt automatisch auch zu den schönsten Landstrichen der Insel, die oft noch unberührt scheinen. Natur und Pflanzenwelt der ganz besonderen Art – Faszination für die Augen und die Seele. So auch die Landschaft um „Naveta d'es Tudons“ - mit einem Megalithgrab in Form eines riesigen Schiffes, das man auf 1300 vor Christus datiert und das begehbar ist. Archäologen haben hier die Skelette von über 50 Menschen und zahlreiche Grabbeigaben entdeckt. Diese Grabstätte wurde in zwei übereinander liegenden Ebenen erbaut - es war eine archäologische Sensation.


Schlucht von Binigaus

Eine Höhle, die die Einheimischen „Kathedrale“ nennen, liegt am Steilhang der „Schlucht von Binigaus“. Sie gehört zu den gewaltigsten auf der Insel und ist ein mystischer, ein faszinierender Ort. Geht man die Schlucht weiter in Richtung Meer, dann trifft man automatisch auf einen noch völlig naturbelassenen Strand, den Strand von Binigaus.


Torres d'en Gaumes

Die „Torres d'en Gaumes“ sind die Reste einer Siedlung aus der großen Talaiot-Kultur (etwa1300 v. Chr. bis 123 v. Chr.), deren Name sich auf die runden Wachttürmen der Bruchsteinbauten bezieht. Diese einmalige archäologische Stätte in der Nähe von Alaior zeigt Reste von Häusern, tiefen Höhlen, Wasservorratsbehältern und Säulengängen, datiert auf etwa 1000 v. Chr. Die Höhlen wurden von Menschen geschaffen, bereits mit einer perfekten unterirdischen Wasserversorgung.


Son Mercer de Baix und Cova d'es Moro

Die älteste entdeckte Besiedlung kann man im abgelegenen prähistorischen Dorf „Son Mercer de Baix“ besichtigen. Hier wurden Beweise gefunden, dass man bereits 2000 Jahre vor Christus das Handwerk der Eisenverhüttung beherrschte. Und hier bietet sich dem Besucher auch noch ein grandioses Panorama über einen weiten Teil Menorcas und der noch fast unberührten Landschaft. Bei „Son Mercer de Baix“ befindet sich ebenfalls ein mystischer Ort der gespenstisch wirkenden Stille: die Höhle „Cova d'es Moro“, ein nationales spanisches Denkmal. Auch sie wurde von Menschen errichtet und soll über 4000 Jahre alt sein.

Urlauber, die ansonsten für Archäologie keine große Begeisterung mitbringen, werden von den baulichen Zeugnissen der Inselgeschichte, der Landschaft und von den Menorquinern selbst begeistert sein.


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