Ein unvergleichliches Naturerlebnis: eine Radtour durch die Extremadura

Die Extremadura ist ein sensationelles Naturereignis. Es ist das „Armenhaus“ Spaniens, aber voll mit Schätzen der Natur, die durch Geld niemals aufzuwiegen sind. Wer sich einmal zu Fuß auf den Weg gemacht hat, war begeistert, wer jedoch mit Fahrrad wenigstens einen Teil dieser Region befuhr, dem gingen sehr schnell die Superlative aus. Dies gilt besonders für den Norden der Extremadura.

Von Störchen und Kranichen

Wenn es wahr ist, dass die Störche die kleinen Kinder bringen, dann muss die Extremadura übervölkert sein. Ohne Übertreibung: Der Norden der Extremadura ist von Storchennestern überschwemmt. Auf Ampeln, Telefon- oder Strommasten, auf Kirchtürmen, auf Dächern und auf Bäumen - alles ist voll davon. Störche sind das heimliche Symbol der Silberstraße, der „Ruta de la Plata“. Doch wären der Störche nicht genug, leben hier auch noch geschätzte 70.000 Kraniche in zum Teil geschützten Gebieten – betreut von der so wichtigen Institution „Stiftung Europäisches Naturerbe“ -, an den Rändern der historischen Viehwanderwege oder den wunderbaren Hainen der Steineichen.


Die „Dehesas“

Eine Radtour sollte man in der Stadt „Aldeanueva“ beginnen, um dann dem Fluss „Ambroz“ zu folgen. Die Landschaft mit nur sanften Hügeln kann man ohne großen Kraftaufwand durchfahren. Man kann es kaum glauben, aber die gesamte Extremadura war einst ein einziges Waldgebiet, das heute jedoch immer wieder durch großflächiges Weideland unterbrochen ist. Man nennt diese geschützte Flächen "Dehesas".

Was sind „Dehesas“?

"Dehesa" sind beweidete Eichenhaine die in der Extremadura große Flächen einnehmen. "Dehesas“ bieten verschiedensten seltenen Tieren und Pflanzen einen perfekten Lebensraum. Kraniche, Kaiseradler, Schwarzstörche, Weißstörche oder Bienenfresser und Luchse. Große Gebiete der "Dehesas“ sind von der EU geförderte NATURA-2000-Schutzgebiete. Die Bedeutung der "Dehesas“ ist enorm, denn die Stein- und Korkeichenwälder sind Garanten zur Verhinderung der drohenden Wüstenbildung in dieser Region. Die immergrüne Planzenwelt sorgt dafür, dass vor allem im Sommer das Regenwasser nicht verdunstet, sondern im Erdreich versickert – unerlässlich für den Grundwasserspiegel. Die Bäume dagegen sind die Garanten für den Erhalt der so wichtigen Humusschichten. Die "Dehesas“ sorgen in ihrer Gesamtheit dafür, dass die Gefahr von Waldbränden auf ein Minimum beschränkt wird. In dieser wunderschönen Landschaft wachsen auch die berühmten Extremadura-Schweine auf, deren Schinken in Spanien eine Spezialität sind. Die Bäume liefern Kork, dessen Qualität von Fachleuten höher eingestuft wird als der portugiesische. In keiner anderen Region Spaniens ist das Bewusstsein zur Erhaltung der Natur so groß wie hier. Die Menschen wissen, dass ohne die "Dehesas" ein Leben in der Extremadura unmöglich ist. Und die Touristen können sich an der Erhaltung dieser unglaublichen Natur mehr als erfreuen.


Der „Naturpark Monfragüe“

Irgendwann kommt man nach „Plasencia“ und von dort aus zu einem etwas anstrengenderen Teil, der Aufstieg vom „Tal der Ierte“, ein Kirschen-Paradies, auf einen Hügel, aber mit einer tollen Abfahrt hinunter in den „Naturpark Monfragüe“.
Am „Tiétar-Stausee“, an dem man automatisch vorbeikommt, leben noch zahlreiche wild lebende Geierfamilien. Sie in ihrer ganzen Eleganz zu beobachten ist ein herrliches Schauspiel. Der Naturpark Monfragüe mit seinen 18.000 Hektar
beherbergt die wertvollste Pflanzen- und Tierwelt der Extremadura. Mit großer Sicherheit kann man verschiedene Falkenarten, Gänsegeier und Schwarzstörche sehen.

Zum Schluss dieser herrlichen Radtour fährt man durch endlos erscheinende Tabak- und Paprika-Anbaugebiete und kommt in die Region der Stadt Serejón, wo die Fahrt auch zu Ende geht.

Einige Informationen

Die schönste Jahreszeit ist natürlich der Frühling, wenn alles blüht und die Temperaturen am angenehmsten sind. Eine Radtour durch die Extremadura ist eigentlich nur möglich bei eigener Anreise und eigenem Fahrrad. Es gibt aber auch Veranstalter, die sich auf Radtouren in Spanien spezialisiert haben und auch die Extremadura im Programm haben. Das hat Vorteile, denn Radwege gibt es zwar, sie sind aber sehr schlecht ausgeschildert. Mit einigen Grundkenntnissen in Spanisch kann man sich aber auch durchfragen. Die Menschen der Extremadura sind unglaublich freundlich und hilfsbereit.

Übernachtungsmöglichkeiten während dieser einwöchigen Fahrt, es geht auch kürzer, findet man in jeder Stadt und jedem Dorf. Ebenso findet man überall Läden und Geschäfte für die Verpflegung und Restaurants mit vorzüglicher Küche. Hat man einige Spanischkenntnisse, dann kommt man sehr schnell mit den Einheimischen ins Gespräch, die noch mehr über die einmalige Extremadura erzählen können.


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