Mystisches Galicien: Kelten, Hexen, Wolfsmenschen und seltsame Bräuche

Galicien verkörpert Spanien auf seine eigene Art, nämlich überhaupt nicht. Wer durch Galicien reist, wähnt sich eher in Irland und nicht im Sonnenstaat an der Mittelmeerküste. Was für weite Teile Spaniens der Flamenco ist, wird hier durch keltische Riten und Bräuche ersetzt. Die Kelten haben in Galicien unzählige Spuren hinterlassen, die heute noch die Sehenswürdigkeiten, Landschaften und vor allem die Menschen prägen.


„Ría de Arousa“ und der Dudelsack

Besonders im „Ría de Arousa“ ist Spanien weit weg. Man lebt die Autonomie, verehrt aber den König. Und man erinnert sich ständig an die keltischen Traditionen, die schon im 6. Jahrhundert vor Christus in Galicien eingewandert sind. Ihre Spuren entdeckt man überall, vor allem die „Pallozas“, diese runden vorrömischen Steinhütten mit ihren kegelförmigen Strohdächern, zu denen man keltische Ochsenkarren und Holzpflüge gestellt hat. Trifft man hier auch noch auf einen Dudelsackspieler, dann ist das spanische Feeling völlig verschwunden. Der Dudelsack, die „Gaita“ ist so etwas wie das National-Instrument Galiciens.


Die „Meigas“

Der Nordwesten Spaniens ist voller Mystik, und eine Region, in denen Hexen tatsächlich noch zum Alltag gehören – aber es sind die so genannten „guten Hexen“, die „Meigas“. Aberglaube und die Bräuche der Kelten werden besonders von Frauen noch richtig ausgelebt. Wird eine Frau trotz aller „Bemühungen“ nicht schwanger, dann wird sie, oft von einer Hexe, zur Sommersonnenwende an die „Playa de la Lanzada“ in der Nähe von Cambados geschickt, denn dann baden dort die so genannten „unfruchtbare Frauen“, um doch noch schwanger zu werden. Es sind nicht wenige Frauen, die man dann am Strand beim Bade sehen kann.


Combarro

Noch immer genießen die „Meigas“ hohes Ansehen, gelten sie doch als die Nachfahren der Druiden. Ein richtiger Hexenort ist das kleine Dorf Combarro. Symbolisch für die Hexe ist die Hexen-Marionette, die man überall im Dorf kaufen kann, doch sie gehören immer noch zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens der Einheimischen. Erkrankt ein naher Angehöriger oder ist eine Ernte in Gefahr oder fahren die Männer auch bei Sturm aufs Meer hinaus, dann beten die Frauen in der Kirche zum Heiligen Jakob, um wie selbstverständlich gleich danach zur „Meiga“ zu gehen, um diese um Hilfe zu bitten. Doppelt hält vielleicht doch besser. Und kein Fischer aus Combarro wird ohne den Segen einer „guten Hexe“ sein neues Boote ins Wasser setzen.


Ribadavia

Aus den vielen herrlichen und bezaubernden Städten und Dörfern ragt ein Dorf heraus: Ribadavia. Dieses Dorf liegt liegt mitten in den Anbaugebieten des Ribeiro-Weins. Am Ufer des Miño liegen die berühmtesten Kellereien, die seit dem Mittelalter die teuersten Weine Spaniens produzieren. Ribadavia ist ein echtes Kleinod mit herrlichen Plätzen, die von Säulengängen gesäumt sind, mit romanischen Kirchen und einer grandiosen Festung, die schon im 9. Jahrhundert gebaut wurde. Und wer vom vielen Weintrinken etwas Erholung benötigt, kann dies in einem der tollen Thermalbäder tun.


Allariz

In der Nähe von Ribadavia, im kleinen Dorf Allariz, „leben“ wie kaum woanders die Kelten noch heute unter den spanischen Bürgern. Am Abend wird das Ufer des „Arnoia“ zu einem magischen Treffpunkt. Dorfbewohner mischen sich bewusst unter die Touristen, schleppen sie in die urigen Tavernen, um ihnen gruselige Geschichten aus den keltischen Sagen, von Wolfsmenschen und natürlich von den Hexen zu erzählen.

Alleine deshalb sollte man wenigstens etwas Spanisch verstehen und sprechen können. Nur mit den notwendigen Sprachkenntnissen ganz man die geheimnisvolle, mystische Welt der Galicier auch verstehen.


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